



Die 4. Röhre Elbtunnel...
... ein außergewöhnliches Vorhaben
Am 19. September 1999 machten sich 26 Mitglieder des BV Westerzgebirge auf, um ein außergwöhnliches Bauvorhaben, die 4. Röhre Elbstollen im Hamburg, kennenzulernen. Eine Erweiterung der Kapazität der bestehenden Tunnel wurde durch das erhöhte KFZ-Aufkommen unerläßlich. Die Röhre unterquert in einem großen Bogen die Elbe mit einer Fahrwassertiefe von über 15 Meter. Die gesamte Bauwerkslänge beträgt einschließlich der Anbindungsstrecken 4.400 m. Sie wird duch 3 Quertunnel mit einem Innendurchmesser von 3,50 m im Endzustand mit dem vorhandenen Tunnel verbunden. Die Arbeitsgemeinschaft hat das gesamte Bauwerk bis Mitte 2003 betriebsbereit zu übergeben.
Für die Vortriebslänge von 2.560 m wurden 1.280 Tübbings (je 18 t) benötigt. Ingesamt mußten 11.500 Tübbings in dem nahe gelegenen Tübbingwerk hergestellt werden und über die DB AG auf die Baustelle geliefert. Alle Tunnelringe haben eine Breite von 2,0 m und einer Konizität von 6 cm, um jede Linie im Raum auffahren zu können.
Der Vortrieb wird mit einer Herrenknecht- Vortriebsanlage mit Flüssigkeitsstützung ausgeführt. Der Bohrdurchmesser misst 14,20 m, die Gesamtlänge ca. 60 m. 5 große Speichen, als begehrbare Hohlkörper ausgebildet, tragen 31 Rollenmeißel. Die Vortriebsgeschwindigkeit schwankt zw. 2-30 mm/min. Die Neuheit ist die sog. schneidradintegrierte seismische Vorauserkundung, um Findlige vorher orten zu können.
Bezirksverein Westerzgebirge im Ring Deutscher Bergingenieure (RDB) e.V.
Postadresse: 08280 Aue, Brünlasberg 24, Tel.: 03 76 05 80 - 1 10 Fax.: 1 02


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