|
Der Bergbau im Erzgebirge datiert zurück bis ins Jahr 1168, als man in Christiansdorf bei Freiberg Silber fand. Das Berggeschrei setzte in den Jahrhunderten danach auch an anderen Orten des Erzgebirges ein wie z.B. in Joachimsthal, Schwarzenberg, Schlema, Schneeberg Annaberg und Johanngeorgenstadt |

|
Bei der Suche nach Silber trat als Begleitmineral schwarze Pechblende auf, der Silbergehalt in den Gängen ging dabei stets zurück. Dieses Uranpecherz - 1789 wies der Berliner Apotheker Klaproth in ihm erstmals das Element Uranium nach - wanderte über Jahrhunderte achtlos auf Halde. Erst um die Jahrhundertwende mit der Entdeckung der Curies, daß dieses Erz Träger des Radiums ist, änderte sich das. Es erlangte erst im 20. Jahrhundert Weltgeltung, nicht zuletzt durch die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Luise Meithner in den 30er Jahren. Der Glaube an die Wirkung heilender radioaktiver Wässer führte 1906 in Joachimsthal und 1918 in Oberschlema zur Eröffnung von Radiumbädern und Kurzentren. |
|
Ehe der Schneeberger Bergbau Mitte des 15. Jahrhunderts beginnt, schürfen Bauern der Dörfer Aue und Zelle in der Umgebung nach Zinn und Silber. Weitaus ergiebiger sind die Seiffen im Vorbereich des Zusammenflusses von Mulde und Schwarzwasser. Hier waschen Bergleute schwere Zinngraupen und Silber aus den Geröllen und Sanden. Am Brünlas findet man Eisenerz im Ausbiß der Gänge. Noch heute beweisen Hunderte verfallener Löcher im Wald hinter dem Brünlasberg diesen seltenen angewendeten Abbau. |


Postadresse: 08280 Aue, Brünlasberg 24, Tel.: 03 76 05 80 - 1 10 Fax.: 1 02


Bezirksverein Westerzgebirge
im Ring Deutscher Bergingenieure e.V.